Thailand’s Schönheit bewahren

Es ist mehr als angemessen, dass Thailand‘s Tourismusbehörde, Koh Chang für ihre neueste Kampagne „Bewahrt Thailand‘s Schönheit“ (Keep Thailand Beautiful), ausgewählt hat.

Angemessen deshalb, weil damit demonstriert wird, wie wichtig es geworden ist, allgemein besser auf die Naturschönheiten zu achten um diese zu bewahren. Dazu gehören natürlich auch die wunderschönen Inseln Thailands. Deshalb muß alles getan werden um den ursprünglich-natürlichen Charm des Landes zu bewahren. Lokale Reiseveranstalter stehen hinter dem Projekt und unterstützen dies mit Stimulation der Tourismusindustrie des Landes, wobei sie die staatlichen Einrichtungen nutzen um die zu schützenden Gegenden zu konservieren und die örtlichen Bewohner ermuntern, ankommende Touristen mit Stolz auf die Einzigartigkeit hinzuweisen. Das Unternehmen ist einzigartig und bedarf daher größtmöglichster Sorgfalt, damit sich Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, nicht wiederholen.

All zu oft wurde dies bisher durch leichtsinnige Vergabe von Baugenehmigungen zur Errichtung von Touristenbauten und Fehlplanungen vergessen.

Bestens dokumentiert wird dies mit der Schattenseite des Massentourismus, der der ökologischen Struktur des Landes einen Hieb versetzte. Der Horror wurde durch

korrupte Landspekulanten und rücksichtslose Baugesellschaften vollendet. Diese füllten sich ihre Taschen auf Kosten der Natur und Umwelt.

Sollte diesmal Einsicht walten, besteht die Hoffnung, dass die neue Kampagne der Tourismusbehörde Früchte trägt und vielleicht fühlen sich Bewohner der betroffenen Regionen ermutigt, ja vielleicht sogar von Stolz erfüllt, ihr Umfeld mit aller Kraft zu schützen und ihr Paradies vor profitgierigen Baugesellschaften zu bewahren die nur darauf aus sind die Schönheit der Landschaft mit Betonburgen zu verschandeln.

Koh Chang ist nicht allein betroffen vom Massentourismus und die Auswirkungen sind nicht nur hier zu spüren. Die Alarmglocken begannen bereits im letzten Jahr am Golf von Thailand, durch den Bauboom auf Koh Samui und Koh Phangan, zu läuten. In der kurzen Zeit von nur vier Monaten wurden bei den örtlichen Provinzbehörden von Surat Thani allein 292 ausländische und 33 thailändische Immobilien- Unternehmen registriert. Auch international wurde ein regelrechtes Tourismus- und Kauffieber ausgelöst, und nachdem der Coach des englischen Fußballclubs Manchester City, Sven-Goran Eriksson, ein Luxusanwesen auf Koh Samui erwarb, sprangen die Preise plötzlich in schwindelnde Höhen, so zahlte man eben mal satte acht Millionen Baht für 1 Rai Land in bevorzugter Strandlage auf Koh Phangan.

Alle diese Probleme gehören nicht etwa der Vergangenheit an, nein, sie sind präsent wie eh und je und die Vetternwirtschaft wird weiterhin betrieben. Spekulanten und Baugesellschaften treiben ihr böses Spiel auf Kosten der Natur und landschaftlichen Schönheit weiter und jeder kann Augenzeuge dieser traurigen Story werden. Nun will man sich um Schadensbegrenzung bemühen und versucht vielleicht eine letzte Rettungsmission der Umwelt in Gang zu setzen. Im Namen der Natur wird nun um deren Wahrung und Rettung gebeten um Koh Phangan‘s letzte Paradiese zu erhalten. Was geschieht kommt Vandalismus gleich, involviert sind Bulldozer die die Hügel über der Bucht von Mae Had Bay zerstören und das Land ins Meer abrutscht. So werden besonders hier einzigartige Korallenriffe vernichtet.

Tragisch ist der Zustand der Küstenlinien hier zu beschreiben. Wenn nichts geschieht fallen die Naturparks mit ihren Wasserfällen und Naturschönheiten nicht nur der hausgemachten Luftverschmutzung zum Opfer. Es ist mehr als ein krimineller Akt wenn Regenwälder abgeholzt, und nicht wieder aufgeforstet werden, so wie es seit vier Jahrzehnten geschieht. Korrupte Geschäfte gehen zu Lasten der Natur die allen einen Zufluchtsort und Raum bietet.

Es gibt genug Gesetze die derartigen Frevel untersagen, ja verbieten, sie finden nur keine Anwendung. Ein Skandal jagt den anderen und nun, da man die Dringlichkeit erkannt haben will, erwartet man Wunder oder ähnliches. Bleibt nur zu hoffen, dass ein letzter Rettungsversuch mit der Kampagne der Tourismusbehörde „Bewahrt Thailand‘s Schönheit“ nicht fehl schlägt und endlich Wirkung zeigt, damit Spekulanten und rücksichtslosen Baugesellschaften das Handwerk gelegt werden kann. Deshalb lohnt es die Kampagne mit allen Mitteln zu unterstützen, damit die natürliche Schönheit des Landes für alle Zukunft gewahrt bleibt und wir uns noch lange an ihr erfreuen können.

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