WHO: In diesem Jahrhundert könnten 1 Milliarde Menschen durch Rauchen sterben

WHOWHO: In diesem Jahrhundert könnten
1 Milliarde Menschen durch Rauchen sterben. In diesem Jahrhundert könnten 1 Milliarde Menschen am Tabakgenuss sterben wenn die Regierung in reichen sowie in armen Ländern nicht einschreiten, dies verkündeten Experten der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) letzten Monat in Bangkok. „Tabak ist ein Fehlprodukt, es tötet die Hälfte seiner Konsumenten,” sagte Douglas Bettcher, Vorsitzender von WHO’s Initiative gegen Tabakgenuss, beim Beginn einer internationalen Konferenz in Bangkok, auf der ein Masterplan für die Welt vorgelegt werden soll, Tabakgenuss den Kampf anzusagen. „Jährlich sterben ca. 5.4 Millionen Menschen am rauchen, die Hälfte davon in Entwicklungsländern.

Dies wäre so, wie wenn jede Stunde ein Jumbo-Jet abstürzen würde“, sagte er. „In vielen Entwicklungsländern steigt die Zahl der Raucher, besonders gefährdet sind Jugendliche, bei ihnen wird die Zahl der Toten in den nächsten 20 Jahren auf 8.3 Millionen ansteigen, fügte er hinzu. Wie auch immer, wenn Regierungen jetzt beginnen Massnahmen gegen Tabakkonsum, wie Steuererhöhungen, Verbot von Zigarettenwerbung und Verbannung von Rauchern von öffentlichen Gebäuden und Plätzen zu ergreifen, könnte die Raucherrate bis 2050 halbiert werden“, sagte er.

„Wenn wir hier bis 2050 durchhalten, können wir 200 Millionen Menschenleben retten.” Die Menschen sollten mehr Fahrradfahren und ihren Lebensstil ändern, ferner müssen die Kohle-Emissionen, die gerade in Asien für Atemwegserkrankungen mitverantwortlich sind, drastisch gesenkt werden, teilte die Welt-Gesundheits-Organisation mit. Die WHO schätzt, dass allein durch den Klimawechsel direkt oder indirekt in der Region jährlich ca. 77,000 Menschen sterben.

„Sollte der Trend anhalten, werden sich früher oder später Gesundheitsprobleme auch bei der Wirtschaft der Länder negativ bemerkbar machen“, sagte Shigeru Omi, WHO’s Direktor für die Region West Pacific. „Natürlich besteht dieses Problem schon heute. Wir müssen darauf gar nicht mehr warten“, sagte er Reportern gegenüber beim Beginn der viertägigen Konferenz zum Klimaschutz und Gesundheit in den südost- und ostasiatischen Ländern. Omi sagte, dass dringend Aktionen notwendig sind, denn Asien ist erheblich an dem klimaschädlichen Treibhausgas- Emissionsausstoß weltweit beteiligt, dies ist nicht zuletzt auf die rasante wirtschaftliche Entwicklung in China und Indien zurückzuführen.

„Wir haben bereits eine kritische Phase erreicht und das Leben auf der Erde ist durch den Klimawandel bedroht, wenn wir jetzt nicht handeln wird es zu spät sein“, sagte Omi. „Jeder ist an der wirtschaftlichen Entwicklung seines Landes interessiert, nur dürfen wir die Balance zwischen Entwicklung und Schutz der Natur und Umwelt nicht verlieren“, sagte er weiter. „Wenn wir weiter so fortfahren wie bisher, müssen wir schon bald die Konsequenzen dafür tragen.”

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