Essen Sie, aber essen Sie gut.

“Intuitives Essen“

ist eigentlich kein neues Konzept.
1995 wurde ein Buch mit diesem Titel von einem Team von Ernährungswissenschaftlern publiziert. Im wesentlichen geht es darum, achtsam auf den eigenen Körper zu sein, nur dann zu essen, wenn man hungrig ist, und nicht mehr zu essen, wenn ein Sättigungsgefühl sich einstellt. 2005 machte das Konzept des intuitiven Diäthaltens Schlagzeilen als Steven Hawks, ein Professor der Brigham Young Universität, im American Journal of Health Education (Ausgabe November/Dezember) darüber eine Studie publizierte. Die Studie zeigt, dass Studenten der Universität, die intutive Esser waren, typischerweise weniger wogen und eine niedrigeres Risiko in bezg auf kardiovaskuläre Krankheiten zeigten.
Hawks selbst soll ca. 25 Kilo Körpergewicht verloren und dieses Gewicht 5 Jahre konstant gehalten haben, allein dadurch, dass er nur beim Spüren des Hungergefühls gegessen hat. Er sagt, er würde keine Kalorien zählen und auch nicht Süßigkeiten oder Snacks meiden. Allerdings würde er regelmäßig Sport treiben.Es kann sicher davon ausgegangen werden, dass Menschen, die übergewichtig sind, nicht nur essen, wenn sie hungrig. Wenn wir nach Schokolade, Süßigkeiten, Snacks oder andere Lieblingsspeisen greifen, dann ist es oft, weil wir gestresst, deprimiert oder gelangweilt sind.
Wenn wir durch soziale Anreize wie gemeinsames Essengehen, wenn wir nicht hungrig sind oder wenn wir unachtsam bei einer anderen Tätigkeit naschen, dann handeln wir entgegen des intuitiven Essens. Wir haben dann unnötige Kalorien zu uns genommen haben, die dann in Übergewicht resultieren. Hawks ist der Meinung, dass Diäten, die Verbote aussprechen oder zum Kalorienzählen verpflichten, nicht funktionieren.
Da hat er Recht. Allein in den USA werden jährlich Milliarden für Diätpläne, -bücher und -nahrung ausgegeben. Dennoch ist die Epidemie des Übergewichts weiterhin im Vormarsch. Intuitives Essen kommt dem Konzept des achtsamen Essens nah. Meditationsarbeit, die Achtsamkeit stärkt, ist sehr förderlich.
Menschen mit Eßstörungen scheinen durch diese Übung weniger für ihre Erkrankung anfällig zu sein. Achtsames Essen bedeutet insgesamt langsamer zu werden, Dankbarkeit für das, was zum Essen bereit steht, zu empfinden und auf das Gefühl der Sättigung aufmerksam zu bleiben. Darauf zu achten, warum gegessen wird und nicht was gegessen wird, kann die beste Route zu einer gesunden und permanenten Gewichtskontrolle werden.

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